„La Sylphide“ – Theater Kiel

Wann geht es nicht um Wandlung; nach dem Aufgang („Kind, hier muss man Treppen steigen“) dort sitzen, wo die Decken nahe sind, im sehnsuchtverbauten Stil der fünfziger Jahre, auf Klappstühlen Luftgeister spüren, durch die offenen Fenster unterm Dach. Neben mir die Frau, die an der Garderobe ihre „Straßenschuhe“ abgegeben hat. Licht ist das, was mich hält.
Auf der Bühne: Walt Disney im Spitzentanz. „Schotten, das sollen Schotten sein“, heißt es hinter mir, die karierten Röcke kulturell einordnen wollend. Es hätte auch ein anderer Rock getan.

Die Wandlung der Tänzer*innen nach dem Stück. Im Übergang die feine Haut mitnehmend, die gerade Haltung. Und doch: andere sein, andere werden. Vom Balkon in den Keller, von der Klarheit zum Missverständnis. Verzagt an Brezeln knabbern, in den Nischen, und draußen den ganzen Rathausplatz für sich haben.

Kein Tanz; die Bühne ist Bühne und der Platz nur ein Platz im November.

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