beton

ich treffe mich im traum, jour fixe mit mir selbst. ich mache überstunden – jede nacht. mal bin ich blond, mal bin ich taub, mal halte ich in der beuge meines arms längst vergilbte seiten. der teppichdicke boden schluckt kein geräusch. der gang ist schmal, beim überholen bleibe ich auf der strecke. die türen gläsern, zungen kleben an den scheiben. ich sauge, ich lecke, nichts bleibt haften. in der spiegelung sehe ich einen baum aus beton. die knospen blühen in braunen bohnen und der drucker ist falsch eingestellt.

niemand weiß, was als nächstes kommt. ich habe einen tisch unter den ich stehend passe. die haare wie antennen, es gibt nichts zu empfangen. sagend veräußere ich innere pferde, wutgaloppierend verschwinden sie in der büroprärie. ich denke an daseinsentropie ohne reibung, der kalender synchronisiert nicht.

es muss schon laut hier sein, die augen stehen offen und die kopfhörer sind abgelegt.
ich bin jedem nah. in mir aber herrscht stille.