Kategorie: Lieblingssätze

Es gibt nichts, dass ich mehr hasse, als warten zu müssen. Man malt sich so viele Dinge aus und weiß doch, dass man am Ende nur enttäuscht wird.

Fatima Aydemir: Ellbogen. München: Carl Hanser Verlag, 2017. S. 31.

Ich war streckenweise so übel drauf wie seit der Pubertät nicht mehr und habe beinahe drei Mead-Kladden vollgeschrieben bei dem Versuch, herauszufinden, an wem es denn nun lag, an ihnen oder bloß an mir.

David Foster Wallace: Schrecklich amüsant – aber in Zukunft ohne mich. Deutsch von Marcus Ingendaay. marebibliothek. Autoren erzählen ihre Geschichten vom Meer. Herausgegeben von Denis Scheck. Band 1 (5. Auflage). Hamburg: marebuchverlag, 2002. S. 10.

Ich fuhr aus meinen Gedanken auf, und das Abendläuten machte den Hafen zum wirklichen Ort einer fassbaren Welt, in der Zeit verstrich, während man angelnden Kindern zusah und ein Glas Rotwein nach dem anderen trank, einer Welt, in der Schiffe abfahren, um wieder anzukommen, und ankommen, um wieder abzufahren, und nicht um dem Trinkenden zu bedeuten, wie vergebens all seine Hoffnungen und Erwartungen sind.

Christopher Ecker: Die letze Kränkung. Halle (Saale): Mitteldeutscher Verlag, 2014 . S. 6f.

Sie haben eine Stunde auf mich gewartet? Ich zwei. Woanders und nicht auf Sie, aber was soll’s? Einer von euch schuldet mir eine Stunde.

Albertine Sarrazin: Astragalus. Aus dem Französischen von Claudia Steinitz. Mit einem Nachwort von Patti Smith. (Frz. Original: L’astragle. Paris: Pauvert, 1965.) Berlin: Hanser Verlag, 2013. S. 152.

wir teilten uns einen Quadratmeter Welt

Hans Plechinski: Der Holzvulkan. Ein deutscher Festbrief. Mit einem Nachwort von Gustav Seibt. München: C.H. Beck textura, 2014. S.68.